Seite wählen

Maskenpflicht

Seit Mittwoch, dem 29 April 2020, gilt eine bundesweite Pflicht für Masken als weitere Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Alle Bürger sind daher verpflichtet Mund und Nase zu bedecken, sobald sie Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel oder Arztpraxen betreten. Die Maskenpflicht soll nämlich die Gefahr einer Ansteckung im öffentlichen Raum überall dort senken, wo das Abstandsgebot von 1,5 Metern nicht umsetzbar ist. Freigesstellt von der Vorschrift sind Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen können.

Wo gilt die Maskenpflicht?

Bus, Bahn, Taxi & CO:
Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, muss einen Mundschutz tragen. Das gilt aktuell für den Nahverkehr mit den Verkehrsmitteln selbst sowie ebenfalls für den Aufenthalt an sämtlichen Bahnhöfen und Haltestellen. Im Fernverkehr steht die Entscheidung (Stand 7. Mai 2020) jedoch noch aus.
Gesundheitseinrichtungen:
In Arztpraxen, therapeutischen Einrichtungen oder Krankenhäusern müssen Mund und Nase bedeckt sein.
Handel und Gastronomie:
Ob im Einzelhandel, auf dem Wochenmarkt, in der Bank, an der Tankstelle oder bei der Post. – Wo immer man einen Laden oder einen anderen Verkaufsort betritt, ist man verpflichtet, eine Maske zu tragen. Das gilt jedoch auch dann, wenn man nur kurz ein Restaurant betritt, um vorbestelltes Essen abzuholen. In Einkaufszentren oder Shopping-Malls müssen die Masken auch außerhalb der Läden getragen werden. – Also auf sämtlichen Flächen der Passagen.
Handwerk und Dienstleistungen:
Mundschutzpflicht gilt für Handwerker sowie Dienstleister und ihre Kunden, wenn es nicht möglich ist, den Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wer ein Fahrzeug steuert, ist aber von der Maskenpflicht freigestellt.
Ausnahmen:
Verwandte in gerader Linie, Geschwister und Personen, die in demselben Haushalt wohnen, sind jedoch von der Maskenpflicht freigestellt.

 

Die Maskenpflicht ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich

Doch nicht in jedem Bundesland gelten dieselben Regeln und werden die gleichen Bußgelder verhängt. Das liegt eben daran, dass die Regierungen der 16 Bundesländer für den Infektionsschutz zuständig sind. Jedes Bundesland erlässt also eigene Maßnahmen, mit denen die Verbreitung des neuartigen Corona-Virus gestoppt werden soll. Auch die Kontrolle und Durchsetzung der Maskenpflicht wird in den einzelnen Bundesländern verschieden gehandhabt.
Die strengsten Strafen verhängt jedoch Bayern: Wer ohne Maske Bus und Bahn fährt oder ein Geschäft betritt, muss dort mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. Besitzer von Läden, die ihr Personal ohne Maske arbeiten lassen, sollen sogar bis zu 5000 Euro bezahlen müssen. Andere Bundesländer hingegen belassen es zunächst bei Kontrollen mit Appellen oder setzen auf geringfügige Strafen von zehn Euro.
[[Vorschlag Infografik: die drakonischsten Strafen und laxesten Bestimmungen]]

Was bedeutet Maskenpflicht?

 

Die Maskenpflicht ist eine weitere sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Sie ergänzt die grundlegenden Hygieneregeln und das Gebot, 1,5m Abstand zu halten. Die Maskenpflicht schreibt Bürgern vor, Mund und Nase zu bedecken. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern rechnen. Wann sie fällig werden und wie hoch sie ausfallen, wechselt von Bundesland zu Bundesland.

Allerdings schützen die Masken nicht den Träger selbst vor einer Infektion, sondern eben nur seine Mitmenschen. Denn beim Sprechen, Niesen und Husten werden möglich infektiöse Speicheltröpfchen gebremst. Diese Funktion einer Barriere erfüllen jedoch auch schon ein Schal oder ein Tuch vor Mund und Nase. Textile Masken wie die „Alltagsmasken“ oder „Community-Masken“ eignen sich jedoch ebenfalls.

 

Maskenpflicht – welche Masken reichen aus?

 

Wie Schal und Halstuch vor dem Gesicht auch, errichten Masken aus Stoff eine Barriere, die den Atemstrom mit virenbelasteten Tröpfchen bremst. Diese Alltagsmasken sind aber jedoch keine medizinischen Masken, wie sie beispielsweise im Krankenhaus eingesetzt werden. Sie müssen nicht zertifiziert werden und gehören auch nicht zu einer persönlichen Schutzausrüstung, die vielfältige Normen erfüllen muss.

 

Was bewirkt die Maskenpflicht?

 

Die Maskenpflicht schreibt den Gebrauch von Alltagsmasken immer dann vor, wenn sich Menschen im öffentlichen Bereich bewegen und die Abstandsregeln nicht einhal­ten können. Hintergrund ist die Tatsache, dass Überträger in den ersten Tagen der Infektion nicht anhand von Symptomen erkennbar sind. Jeder kann deshalb angesteckt sein.

Nach aktuellem Kenntnisstand sind Infizierte schon einige Tage ansteckend, bevor sie Covid-19-Symptome entwickeln. Manche Menschen überstehen die Infektion sogar vollkommen symptomfrei. Die Stoffmasken schützen den Träger selbst zwar nicht vor einer Ansteckung, mindern aber vor allem das Risiko zu erkranken für die Mitmenschen auf folgende Weise:

  1. Infektiöse Tröpfchen, die den Atemstrom beim Sprechen, Niesen und Husten immer begleiten, werden durch den Stoff gebremst.
  2. Die Übertragung der Viren von Mund und Nase auf die Hände wird erschwert.
  3. Die Maske erfüllt eine Funktion an die Abstände zu erinnern und begünstigt daher die gebotene Vorsicht im Umgang mit anderen Menschen.
ENTDECKEN

| IMMUNSHOP

| CLUB

| STORY

 

FÜR MICH

| WARENKORB

| CLUB

NEWSLETTER
0